Ein Effekt für den Einstieg in die Session

Hallo zusammen. Ich teile mit euch einen Effekt, der mir eingefallen ist, als ich beim Stöbern im Netz auf eine App gestoßen bin (das Einzige, was etwas stört, ist, dass man online sein muss, zumindest bei der kostenlosen Version). Sie ist gratis nutzbar, bietet aber auch eine kostenpflichtige Option.

Es ist ein wenig wie das Invisible Deck. Nun, ich überlasse es euch und würde mich über Meinungen oder Verbesserungsvorschläge freuen.

Beste Grüße

Präsentation

„Wir leben in einer Welt, in der alles vernetzt ist. Technologische Fortschritte zielen genau darauf ab, diesen Grad an Verbindung zu ermöglichen. Das beste Beispiel ist das Smartphone, das nicht nur die menschliche Kommunikation ermöglicht, sondern uns auch mit anderen Geräten verbindet. Nun, wir Magier wollen da nicht nachstehen, also werde ich versuchen, eine Verbindung zwischen dem Smartphone und einem Kartenspiel herzustellen.“

Effekt

Der Magier zeigt ein verschlossenes Kartenspiel und lässt es für alle sichtbar liegen.

Ein Zuschauer wählt eine Karte auf dem Smartphone des Magiers aus.

Der Magier führt das Smartphone über das Kartenspiel.

Der Magier oder der Zuschauer nimmt das Spiel aus dem Etui und zeigt, dass die gewählte Karte als einzige umgedreht im Spiel liegt.

Vorbereitung

Die zu forzierende Karte wird umgedreht in der Mitte des Kartenspiels innerhalb des Etuis platziert.

Methode

Der Magier zeigt das Kartenspiel im Etui und legt es für alle sichtbar auf den Tisch. Er nimmt das Smartphone heraus und startet die App Select a Card (https://apkcombo.com/es/magic-trick-force-a-card/com.emre.selectacard/), während er die Geschichte erzählt.

Anschließend zeigt er auf dem Telefon eine Sequenz von Karten, die in hoher Geschwindigkeit durchlaufen; bei jedem Tippen auf den Bildschirm hält die Animation bei einer Karte an. Dies wird mehrfach wiederholt, um zu zeigen, dass man bei jeder beliebigen Karte stoppen kann.

Schließlich wählt ein Zuschauer nach der gezeigten Methode eine Karte aus. Der Magier bewegt nun das Telefon mit der Anzeige der gewählten Karte über das Kartenspiel, um die „Verbindung herzustellen“.

Beim Herausnehmen der Karten aus dem Etui und Auffächern des Spiels zeigt sich, dass alle Karten in eine Richtung liegen, außer der Karte, die der Zuschauer gewählt hat – diese liegt umgedreht im Spiel.

Plus

Der Effekt lässt sich ein zweites Mal wiederholen, da die App die Möglichkeit bietet, zwei Karten zu forzieren. Dafür müsste man lediglich die zweite zu forzierende Karte im Spiel vorbereiten und sie beim Verstauen im Etui umdrehen. Das Ganze passiert unbemerkt vor den Augen der Zuschauer (die Karte könnte sich am Boden befinden, mit der linken Hand umgedreht werden, während das Spiel mit der rechten Hand an den kurzen Seiten gehalten wird – der Klassiker – und dann mit einem swing cut korrekt platziert werden).

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DeZeta Pil·

Mir ist da gerade eine Idee gekommen, wie du die Routine noch ein bisschen abändern könntest:

1. Der Zuschauer wählt völlig frei eine Karte (Tipp: Forcieren).

2. Du nutzt die App, um die Karte auf magische Weise auf dem Display des Handys einzufangen (Tipp: Double Lift).

3. Du zeigst die physische, ausgewählte Karte (Zwinker, Zwinker) als Blankokarte, weil der Kartenwert ja jetzt auf deinem Handy ist.

4. Du steckst die Blankokarte in die Kartenschachtel.

4. Du streichst mit dem Handy über die Schachtel und beförderst die Karte auf magische Weise wieder zurück in die Schachtel (Tipp: wiederablösbarer Kleber).

5. Du zeigst das leere Handy, und beim Öffnen der Schachtel liegt darin "OH WAIT!" die am Anfang gewählte Karte.

Das ist jetzt nur ein spontaner Einfall, aber auf diese Weise ist der Einsatz des Handys absolut motiviert und du hast zwei sehr magische Momente mit der App. Schau einfach mal, ob dir das gefällt!

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Ricardo·

Ich finde die Idee echt gut.

Ein paar Fragen (und sorry für die Umstände):

- Was ist mit dem "Zwinker-Zwinker" gemeint?

- Das mit dem wiederablösbaren Kleber... das habe ich hier noch nie gesehen (ich lebe in Kuba).

- Wie schaffe ich es, das Handy blanko zu zeigen, wenn die App mich keine Blankokarte forcieren lässt?

Beste Grüße und danke

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DeZeta Pil·

Die App ist ganz cool. Ich weiß nicht, ob ich sie nutzen würde, aber es ist immer gut, ein paar Optionen in der Hinterhand zu haben.

Ich schätze, je nach Publikum wird schnell hinterfragt, ob das eine absolut zufällige Auswahl ist. Wenn die Leute schon an echten Wahlergebnissen zweifeln, stell dir das erst mal bei einer auf deinem Handy installierten App vor. Die Leute, für die ich zaubere, würden das garantiert anzweifeln. Aber vielleicht gibt es da draußen ja auch naivere Zuschauer. Ich weiß nicht... alles, was mit Technik zu tun hat und nicht absolut organisch in die Routine eingebunden ist, sorgt meistens für Misstrauen. Das muss alles extrem sauber und motiviert sein.

Ich weiß nicht, wie alt du bist, @ricardorg2283. Die Routine ist für den Einstieg echt super, um sie vor Jugendlichen oder der Familie zu zeigen. Aber lass mich dir eins sagen: Auch wenn man solche Hilfsmittel mal nutzt (was ich, wie gesagt, unter bestimmten Umständen gar nicht schlecht finde), ist es besser, auf "analoge" Forciermethoden zu setzen – die klassischen Griffe mit den eigenen Händen. Die sind unendlich viel glaubwürdiger und verblüffender. Am Ende ist es ja genau das, was wir mit der Zauberkunst erreichen wollen.

Beste Grüße und weiterhin viel Erfolg!

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Ricardo·

Hallo. Vielen Dank für deinen Input, der ist wirklich sehr wertvoll für mich.

@DeZeta:

Ich schätze, je nach Publikum werden sie anzweifeln, ob das eine absolut zufällige Auswahl ist. Wenn man schon an der Echtheit von Wahlergebnissen zweifelt, stell dir das erst bei einer App vor, die auf deinem Handy installiert ist.

Absolut deiner Meinung. Ich glaube, damit das funktioniert, muss man dem Zuschauer irgendwie „verkaufen“, dass die App absolut „sauber“ ist – also wie so ein normaler Zufallsgenerator (nur dass diese hier eben mit Karten arbeitet).

Ich habe mal eine benutzt, die hieß glaube ich „Any Card“ (oder so ähnlich). Nach dem Motto: „Denk an eine Karte“, „Nenn sie mir“ und zack – sie erscheint auf dem Handy. Und natürlich denken sie dann, mit dem Handy stimmt was nicht, aber ich habe sie es selbst ausprobieren lassen (und klar, egal wie oft sie das Display berührt haben, kam immer irgendeine andere Karte).

@DeZeta:

Ich weiß nicht, wie alt du bist, @ricardorg2283. Die Routine ist für den Einstieg echt super, um sie vor Kids oder der Familie zu zeigen.

Ich bin 40 und bin erst seit einem Jahr dabei (das jährt sich genau dieser Tage, auch wenn ich das genaue Datum nicht mehr weiß, haha). Die Zauberei ist für mich ein Hobby, nur für Freunde und Familie (jedenfalls im Moment), aber ich liebe es einfach, so viel wie möglich dazuzulernen.

@DeZeta:

Es ist besser, wenn du „analoge“ Forces benutzt, die ganz klassischen mit den eigenen Händen.

Ich habe auch schon daran gedacht, das Handy durch einen Forcierbeutel zu ersetzen (wobei man da vor einem ähnlichen Problem steht: Ich muss sie erst davon überzeugen, dass wirklich jeder Zettel gezogen werden könnte), oder ein anderes Kartenspiel zu nehmen (letzteres fällt mir gerade ein, das könnte man super für einen Deck-Switch nutzen).

Beste Grüße und danke für die Hilfe!

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Ricardo·

Hi @DeZeta, vielen Dank für diesen genialen Input. Sogar deine Methode, die Routine zu beschreiben, ist echt genial. Ich schreibe sonst immer alles im Fließtext runter (ohne Tabellen) und manchmal ist es echt mühsam, im Nachhinein zu verstehen, was ich da selbst geschrieben habe. Die Konzepte vom „inneren Leben“ und „äußeren Leben“ kannte ich noch gar nicht, das hat mir echt die Augen geöffnet.

Danke auch für die Klarstellungen zum Trick.

Viele Grüße und frohe Weihnachten!

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Juan Carlos Caballero·

Ich finde diese Forciermethode etwas simpel, da ein „manuelles“ Forcieren einfach verblüffender wirkt, weil es weniger Verdacht auf einen „Trick“ erweckt. Aber für ein bestimmtes Publikum finde ich die Idee echt gut, sprich für jüngere Zuschauer, die sehr technikaffin sind. Wie du schon sagst, ist das ein super Opener, um erst mal ihre Aufmerksamkeit zu fesseln und den Weg für komplexere Kunststücke zu ebnen.

Vielen Dank für deinen Input. Ich bin mir sicher, dass jeder von uns das an seine eigene Art zu zaubern anpassen kann, wie es uns zum Beispiel unser Freund DeZeta vorschlägt.

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Ricardo·

Vielen Dank für deinen Beitrag.

Frohe Weihnachten!

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Pablo·

Ich habe die App schon, aber ich weiß nicht, wie ich die Karte forciere

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Ricardo·

@Pablo200:

Ich weiß nicht, wie ich die Karte forcieren soll.

Hallo. Du musst mit dem Internet verbunden sein, damit es funktioniert. Unter dem Settings-Button wird erklärt, wie man sie benutzt. Es ist ganz einfach: Zuerst musst du in das entsprechende Feld die Karten eintragen, die du forcieren willst. Das andere Feld ist für die "Riffle"-Zeit (um es mal so zu nennen), die standardmäßig auf 1 ms eingestellt ist (ich habe es einfach so gelassen).

Die Aktivierung/Deaktivierung des Forces läuft dann über die Lautstärketasten (die Lautertaste zum Aktivieren und die Leisertaste zum Deaktivieren).

Grüße

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Pablo·

Gibt es die App für jedes Handy?

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