Ich bin Carlos, ein ewiger Schüler und Meister von nichts… und ich liebe diesen Wahnsinn
Hallo zusammen, mein Name ist Carlos und obwohl ich von Teneriffa stamme, lebe ich in Terrassa (Barcelona).
In der Welt der Zauberei war ich schon immer wie der Guadiana-Fluss: Ich tauche auf, verschwinde und komme wieder zum Vorschein. Ich habe Anfang der 90er Jahre mit Studienfreunden angefangen, vor allem, um am Kneipentisch für Unterhaltung zu sorgen. Wie das Leben so spielt, ließ ich die Karten für eine Weile in der Schublade, griff sie aber immer wieder auf, wenn es Beruf und Alltag zuließen. Vor 6 Jahren, bei einem Schulfest meines Sohnes, zeigte ein anderer Vater ein paar Salonmagie-Kunststücke und mein Sohn fragte: „Papa, kannst du das auch?“ Ich sagte nur: „Halt mal kurz mein Getränk“, lieh mir ein Deck und dabei ist es bis heute geblieben.
Ich liebe es, die Mechanik hinter den Dingen zu verstehen – eine berufliche Deformation durch meine Arbeit als Ingenieur für Sondermaschinenbau – und deshalb bastele ich für mein Leben gern an allem Möglichen herum. Ich möchte einen Trick wirklich durchdringen und sehen, was man tun kann, um ihn zu verbessern, zu vereinfachen oder auch komplexer zu machen, aber vor allem will ich ihn verstehen und genießen. Kartenspiele aller Art (laut meinen Kindern habe ich viel zu viele – ich glaube das nicht, ich weiß es!) und Gimmicks sind meine große Leidenschaft.
Ich sage immer, wenn ich einen Effekt zum ersten Mal sehe, versuche ich, ihn wie ein Laie zu genießen, ohne den „infizierten“ Blick eines Zauberers, der sofort alles analysieren will. Aber beim zweiten Mal… nun, ich nehme an, wie viele hier, versuche ich, ihn zu replizieren, meine eigene Version zu entwickeln oder ihn an meinen persönlichen Stil anzupassen.
Wie die Celtas Cortos schon sagten… „Wir sehen uns in den Bars“
Mitte der 90er habe ich auf einer Party an der Autónoma ein paar Typen getroffen, die auf dem Rasen angebliche Zaubertricks vorgeführt haben. Das waren billige Tamariz-Kopien (allerdings ohne lustig zu sein), und ich weiß nicht, ob es am Bier lag, aber bei denen hat kein einziger Trick geklappt. Ich weiß noch, dass ich sie für ziemliche Freaks hielt, die so viel von einem Zauberer hatten wie ich von einem Pfarrer. Ich weiß auch noch, dass ich dachte: Wenn das Zauberkunst sein soll, studiere ich lieber weiter.
Du warst nicht zufällig einer von denen? 😁
😂 🤣 🤣 😂
Ich sage ja nicht, dass ich in diesen Jahren nicht auch mal den einen oder anderen Trick versemmelt habe, aber ich lag weder auf dem Rasen der Autónoma de Madrid noch auf dem in Barcelona. Zu der Zeit war ich an der Politécnica de Madrid für einen sportlichen Austausch mit der Politécnica de Catalunya.
Und obwohl ich Tamariz (eines meiner Idole) liebe, ist mein Humor ein bisschen anders – das hast du ja schon zu spüren bekommen, wenn du mal ein kleines Setup liegen gelassen hast 😜 aber ich lese deine Beiträge hier auch super gerne.
Liebe Grüße und immer schön weiterlernen.
P.S.: Ein Glück, dass du weiterstudiert und auch die Zauberkunst nicht aufgegeben hast!
Wenn ich Got Talent schaue, geht es mir ganz genauso: Zuerst genieße ich es einfach, aber beim zweiten Mal versuche ich direkt, mir das Kunststück anzueignen und es an meinen eigenen Stil anzupassen
Viele Grüße, Carlos