Nicht immer ist der komplizierteste Trick der beste

Manchmal tut es gut, seinem inneren Magier einen kleinen Denkzettel zu verpassen. Wir neigen oft dazu, bestimmte Routinen aufgrund ihres technischen Aufbaus abzuwerten – nach dem Motto: „Ach, da ist kein Top Change, kein Double Lift oder Empalme dabei, also ist es ein schwacher Effekt.“ Falsch gedacht! Das ist ein klassischer AnfĂ€ngerfehler, denn der Laie sieht keine Fingerfertigkeit, er sieht nur den Effekt und das Ergebnis – die „Àußere“ Wirkung. Was im Verborgenen passiert, interessiert ihn ĂŒberhaupt nicht, das ist nur fĂŒr uns Magier wichtig.

Dieses Wochenende wollte ich ein kleines Experiment wagen.

Auf der Geburtstagsfeier einer Freundin habe ich ein ganz schlichtes StĂŒck vorgefĂŒhrt: „Aburrido de Mezclar“ (Langweilig zu Mischen), eine Vorhersage, die technisch absolut nichts erfordert. Danach habe ich die „Jazz Aces“ gezeigt, mit all ihren Elmsley-Counts und Double Lifts... Ein Weilchen spĂ€ter habe ich in die Runde gefragt: „Was hat euch eigentlich am besten gefallen?“

Und alle sagten: die Vorhersage.

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Also, Rubén, dieser Trick von Simon Anderson ist meiner bescheidenen Meinung nach der beste Automatik-Trick, den es gibt. Es wundert mich nicht, dass er im GedÀchtnis bleibt.
Dann gibt es noch andere Arten von Kartentricks, bei denen Hilfsmittel wie WOW oder „das kleine Auto“ von Juan Tamariz verwendet werden, die ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Im Gegensatz dazu bleibt auch die „Ambitious Card“, die ein sehr technischer Trick ist, im GedĂ€chtnis, genau wie „der leichtglĂ€ubige BetrĂŒger“.

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