Warum verwendet kaum ein Zauberkünstler das spanische Kartenspiel?

Seit ich mich mit Zaubervideos und Ähnlichem beschäftige, habe ich noch keinen großen Magier gesehen, der mit dem spanischen Kartenspiel (Naipes) arbeitet. Weder bei Google noch auf YouTube findet man nennenswerte Namen, die es benutzen. Das ist keine Kritik, aber mich würde interessieren, warum dieses Deck so selten verwendet wird, obwohl ich es optisch eigentlich sehr reizvoll finde.

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Hallo @Andreuchi.

Ich kann dir sagen, dass Woody Aragón zum Beispiel, wenn er in Spanien auftritt, meistens ein spanisches Blatt verwendet.

Wenn es um Kartenzauberei geht, eignet sich eigentlich jedes Deck;

Chinesische Karten.

Japanische Karten oder Karuta.

Ganjifa-Karten.

Spanisches Blatt.

Deutsches Blatt.

Italienische und neapolitanische Karten.

Französisches Blatt.

Englisches und amerikanisches Pokerdeck.

Dazu zählen auch Tarotkarten oder sogar UNO-Karten.

Für die Kartenzauberei taugt eigentlich jedes Kartenspiel.

Allerdings stimmt es, dass das englische oder amerikanische Pokerdeck am meisten „normalisiert“ ist.

Was übrigens, wie bei den meisten Dingen der Engländer und Amerikaner, bedeutet, dass ihre Decks einfach nur kopiert vom französischen Blatt sind. Man hat bloß die Bezeichnungen der Bildkarten geändert, Joker hinzugefügt, und schon behaupten sie, es sei „ihr eigenes Deck“ 😂 .

Viele Grüße und gut Pfad bzw. gute Magie!!!

Anmerkung: Man sollte erwähnen, dass alle Kartenspiele „Naipe“ bzw. Spielkarten sind 🙂; der Begriff ist nicht exklusiv für das spanische Blatt reserviert.

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Hallo!

Coole Sache, dass du dieses Thema aufbringst. Wie schon gesagt wurde, kenne ich auch nur Rubiales (und zeitweise W. Aragón), die das spanische Blatt wirklich regelmäßig benutzen. Seit einiger Zeit experimentiere ich selbst mit spanischen Karten (Fournier 20 oder 21), aber im Grunde übertrage ich nur Routinen, die eigentlich für das französische Blatt gedacht sind, auf das spanische. Dadurch fallen natürlich alle Rot-Schwarz-Effekte weg. Zwar gibt es beim spanischen Blatt die Besonderheit der Randmarkierungen (die sogenannten „Pintas“), aber das ist bei Weitem nicht so visuell wie beim französischen Blatt.

Das mache ich einerseits, um mich an das Handling mit dem spanischen Deck zu gewöhnen, aber vor allem, um zu sehen, ob ich Kunststücke finde, die wie geschaffen für das spanische Blatt sind: zum Beispiel, indem man die Symbolik der verschiedenen Farben für den Vortrag nutzt, oder die Tatsache, dass die Bildkarten (anders als beim Pokerdeck) nicht symmetrisch sind. Auch die Tatsache, dass man bei den Assen sofort erkennt, ob sie richtig herum oder auf dem Kopf stehen (beim französischen Blatt ist das ja längst nicht so extrem auffällig), oder die Symbolik von König, Reiter und Bube bieten da tolle Ansätze...

Wo wir gerade dabei sind: Falls mir jemand mit Infos, Ideen, Literaturhinweisen oder Ähnlichem in dieser Richtung weiterhelfen kann, wäre ich unendlich dankbar!

Liebe Grüße

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Cento (el ayudante)·

Ich würde dir ans Herz legen, dich mit dem Tarot-Deck zu beschäftigen, das die kleinen Arkana (die den Zahlen 1–10 und den Hofkarten eines spanischen Decks entsprechen) sowie die großen Arkana (die 22 Archetypen) umfasst.

Dort findest du jede Menge symbolisches, historisches und magisches Material.

Die Schwerter stehen für die Welt des Intellekts, das Rationale und das Element Luft.

Die Kelche für die Welt der Emotionen, das Element Wasser.

Die Stäbe für die Welt des Instinktiven, Kreativen, das Element Feuer.

Und die Münzen für die Welt des Materiellen, Physischen, das Element Erde.

Das Buch Jung und der Tarot könnte dir dabei eine große Hilfe sein.

Beste Grüße!

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Andrés·

Vielen Dank, Kollege 👍👍

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Andrés·

Ahhhh, danke, aber trotzdem benutzt Piedrahita Poker-Karten

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Andrés·

Ich habe bei Luis Piedrahita gesehen, dass er normalerweise Poker-Tricks macht

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F F·

Ich glaube, dass sich die Referenz in diesem Video auf Juan Luis Rubiales bezieht und nicht auf den Gast (Piedrahita).

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Cento (el ayudante)·

Juan Luis Rubiales!!

Wenn ich ihn Kartenmagie vorführen sehe, verwendet er fast immer ein spanisches Deck, das ist quasi eines seiner Markenzeichen.

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Andrés·

Ich weiß, das gehört eigentlich in den Kartendeck-Bereich, aber ich blicke hier noch nicht ganz durch 😅😅

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Nick Wayne ·

Hallo!

Ich habe es mal in den Bereich „Kartenspiele“ verschoben.

Ich schätze mal, dass man aus Gewohnheit meistens Poker-Größe nutzt, zumal Trickdecks in der Regel sowieso nur im Pokerformat zu haben sind.

Mal sehen, ob noch jemand etwas beizutragen hat 😊

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