HILFE – Ich sollte zaubern und wusste nicht mehr weiter

Hallo zusammen!

Ich wollte mal mein „Problem“ schildern – wenn ihr mir helfen könntet, wäre ich euch mega dankbar.

Ich performe jetzt schon seit einer Weile meine Routine aus ca. 4 Kunststücken und bin dabei, sie zu verfeinern und zu verbessern. Aber mir ist aufgefallen, dass die GESAMTE Routine darauf basiert, am Tisch zu arbeiten. Das hindert mich oft daran, mal eben auf der Straße zu zaubern oder einen schnellen Effekt zu zeigen, der sofort einschlägt. Zum Beispiel:

Vor vier Tagen war ich mit meiner Familie und Freunden in einer Bar und habe ein bisschen Cardistry geübt – „das Bisschen, das ich kann“ – weil mir ein bisschen langweilig war, und habe die Gelegenheit genutzt.

Bis dann der Moment kam, in dem ein Freund meines Vaters meinte:

– Was machst du da mit den Karten? Kannst du zaubern?

Ich habe ganz schnell reagiert und meinte:

– Ja, ich kann schon den einen oder anderen Trick, aber im Moment übe ich nur ein paar Griffe.

Ich habe das in dem Moment nur gesagt, um etwas Zeit zu schinden und eine andersfarbige Karte vorzubereiten, bis er mich wieder fragt – was dann auch passiert ist.

Ich habe dann einen Farbwechsel in seiner Hand gezeigt und eine kleine Ehrgeizige Karte mit einem ziemlich knackigen Triumph.

An dem Punkt wollte ich kurz nachdenken, was ich noch aus meiner Routine zeigen könnte, aber mir wurde klar, dass ich dafür einen Tisch brauche. Aber natürlich waren wir gerade am Essen, überall standen Teller, der Tisch war dreckig usw.

Deshalb brauche ich eure Hilfe, wie man aus solchen Situationen wieder rauskommt, denn am Ende habe ich nur zwei Effekte gezeigt.

Welche Kunststücke kann man noch gut komplett ohne Tisch machen?

Was ratet ihr mir für solche Fälle?

Vielen Dank fürs Lesen und GUT TRICK FÜR EUCH ALLE.

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Carlos Diaz·

Hallo @JaLag, ich persönlich liebe Tischzauberei bei einem Bier, aber ich habe auch absolut nichts gegen Stand-up- und Close-up-Magie. Eigentlich liebe ich es sogar, aber meine Kumpels sitzen lieber gemütlich zusammen.

Es gibt wirklich extrem viele Kunststücke, die du im Stehen direkt vor den Zuschauern machen kannst. Deinem Kommentar entnehme ich, dass du gerade erst anfängst, deshalb habe ich hier ein paar Vorschläge für dich, um den Schwierigkeitsgrad langsam zu steigern:

Das hier ist ein sehr einfaches Kunststück, von denen du auf dem Kanal von @jriberamagia einige finden wirst. Ich verlinke dir mal eines davon, aber ich könnte schwören, dass es da noch mehr gibt:

Mit einer forcierten Karte kannst du jede Menge anstellen:

Sie erraten

Sie in deiner Tasche erscheinen lassen und behaupten, dass du genau die schon die ganze Zeit dort hattest.

Sie an einem völlig unmöglichen Ort aufgeschrieben haben.

Ab da liegt es ganz bei dir. Such mal in Büchern und auf YouTube, da wirst du eine Menge finden.

Das gibt es auch in den Kursen von Julio und ist eigentlich recht leicht zu lernen. Es kommt ganz darauf an, wie weit du schon mit der Kartentechnik bist.

Ich weiß, dass es im Kurs „Cartomagia de bolsillo“ von Magia y Cardistry vorkommt, aber du findest es im Internet auch unter dem Namen: „Ambitious Card Routine“

Das erfordert schon etwas mehr Fingerfertigkeit, kann aber extrem cool sein. Es gibt unzählige Varianten, nach denen du suchen kannst:

Erdnase Color Change

Classic Pass

Spread Pass

Herrmann Pass

etc…

Und noch viele mehr, nach denen du im Netz suchen kannst. Hier ist ein Link zu einem Video, das ich vor ein paar Tagen aufgenommen habe, um meine Tochter zu unterhalten.

Das Video zeigt einen Spread Pass

Das ist ein echter Klassiker der Zauberkunst. Du kannst es im Sitzen oder Stehen vorführen und es gibt unzählige Varianten davon. Such einfach mal auf YouTube.

Das folgende Video von @jriberamagia zeigt dir eine Methode, aber es gibt noch andere. Und obwohl Julio es am Tisch zeigt, funktioniert es auch im Stehen absolut perfekt.

Der gute @Zeta hat dir ja schon die Tamariz-Mnemonica empfohlen. Aber wenn du bisher erst vier Kunststücke am Tisch machst, gehe ich davon aus, dass du noch ganz am Anfang stehst. Daher würde ich dir eher Si Stebbins empfehlen.

Das ist eine zyklische Deck-Ordnung mit wechselnden Farben. In weniger als einer halben Stunde hast du das System und ein paar Kunststücke im Kopf. Der einzige Nachteil ist, dass du dafür ein gelegtes Deck brauchst.

Das ist ein geniales Hilfsmittel! Wenn du gerade anfängst, hilft es dir zu überprüfen, ob das Kunststück richtig läuft. Ich habe es anfangs genutzt, um genau zu sehen, was mit den Karten passiert. Mittlerweile habe ich eigentlich immer ein markiertes Deck dabei, auch wenn ich die Markierungen kaum noch nutze.

Ab hier liegt es an dir – häng dich rein und zeig uns gerne, was du so dazulernst!

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Hey!

Hier mal eine schnelle Antwort (bin heute extrem im Stress und habe kaum Zeit).

Na ja, Effekte mit dem Elmsley Count (oder jeder anderen Art von Zählung)

Und ehrlich gesagt, jedes Kunststück, bei dem man palmieren muss (Karte in die Tasche, Brieftasche oder wohin auch immer), oder jeder Wander-Effekt von den Händen des Zuschauers zurück ins Deck oder in die Schachtel (Elmsley Counts).

Ich habe tonnenweise Sachen in dieser Richtung, weil ich das am meisten mache (ich versuche gerade, mich umzustellen und mehr am Tisch zu arbeiten), aber ich habe ein Problem ... die Namen der Effekte ... ich habe keinen Schimmer 😅 😅 😅

Ich lerne super viele Effekte und abgesehen von Klassikern wie Out of This World (oder Out of This Universe) vergesse ich die Hälfte wieder. Je nachdem, wie es gerade passt, improvisiere ich einfach eine Story und gebe dem Ganzen den Namen, der mir gerade einfällt (falls ich überhaupt einen nennen muss).

Es wird sich aber bestimmt bald ein Kollege melden, der dir ein paar konkrete Sachen nennen kann.

Wie gesagt, ich bin heute extrem im Stress. Tut mir leid, dass ich gerade nicht die Zeit habe, dir ein paar Links rauszusuchen.

Morgen, falls du dann immer noch auf heißen Kohlen sitzt, suche ich dir gerne was raus.

Viele Grüße und Gut Kunst!!!

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Jaime·

Vielen lieben Dank 😊

Ich hoffe, dass sich noch der eine oder andere Kollege meldet und mir helfen kann. Ich habe nämlich versucht, ein paar Tisch-Routinen auf „In-the-hands“ umzuarbeiten, aber das ist fast unmöglich. Wenn also noch jemand einen Tipp hat, wäre das echt genial.

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Ich möchte der ohnehin schon hervorragenden Erklärung von @cdiaz noch eine Kleinigkeit hinzufügen.

Ich nutze meistens (selbst hergestellt) eine »Fusion« aus gezinktem Deck + konischem Deck, welches man zusätzlich noch in einem bestimmten Stack halten kann (Si Stebbins, Mnemonica, Rosario, Multieffekt, Pick Dick etc...).

Diese Art von Deck ermöglicht es dir viel leichter, die absolute Kontrolle über das Spiel zu behalten und die Karten über die Rückseiten zu sortieren. Gleichzeitig bietet es dir die bequeme Möglichkeit, falls mal etwas schiefgeht, den Fehler auf verschiedenste Weise unbemerkt auszubügeln.

Nur so als Idee. 😊

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