Was meint ihr? (Schon wieder, haha)
Hallo zusammen, ich möchte euch einen Trick zeigen, den ich vor Kurzem gelernt habe und auf den ich echt stolz bin. Aber wie immer – und ich finde, das ist eine gute Angewohnheit – würde ich gerne hören, was ihr dazu sagt und wo ich mich noch verbessern kann.https://youtube.com/shorts/mlf_wYX4No0?si=lSt0_biwVegqKpA8
Das ist ein Kunststück, das ich unglaublich oft vorführe. Ascanio hat eine geniale Version namens „Das Kunststück, das ich Dai Vernon zeigen würde“ (Die Magie von Ascanio II).
Manche Kunststücke verlieren an Wirkung, wenn man sie nicht vor echten Zuschauern zeigt – so wie dieses hier. Denn eine Vorhersage zu treffen, während man nur 4 Karten mischt, wirkt irgendwie seltsam; vor allem unterstellt man einem dabei ohnehin eine gewisse Fingerfertigkeit. Ich zeige es Zuschauern so: Ich mische und lasse sie raten, wo die Karten liegen, die sie gewählt haben (rot oder schwarz – hier folge ich dem Canuto, um die gewählten Karten an die richtige Position zu bringen). Ich zeige wie aus Versehen, dass unten eine der gewählten Karten liegt. Das ist ein lustiger, leicht alberner Moment, der aber super ankommt, und genau da mache ich den Glide. Ich frage, wo sie glauben, dass die andere ist, und ohne ihnen Zeit zu lassen, mache ich einen Double Lift, um „die obere“ zu zeigen (ich empfehle dir, den Push-off Double Lift zu machen, da musst du nur eine Karte zurücklassen, was keinerlei Vorbereitung erfordert – reine Bewegungsökonomie).
Ein weiteres geniales Detail, über das ich viel nachgedacht habe und das ich vor über 20 Jahren mal bei Karim (glaube ich) gesehen habe, ist das Erwähnen der Kartenfarben. Wenn zum Beispiel die untere Karte Herz ist, sagst du: „Ich lege die Herz-Karte auf den Tisch.“ Die andere ist dann Karo: „Und darauf die Karo-Karte“ – in Wahrheit schiebe ich sie aber mit sehr wenig Finesse untendrunter. In diesem Moment schlagen beim Zuschauer die Alarmglocken an. Er hat dich gerade ertappt und sagt natürlich: „Nein, du hast sie vertauscht, ich hab dich erwischt...“ und du sagst völlig überrascht: „Ich versteh dich nicht, die roten habe ich doch in der Hand“ und zeigst sie vor. Dieses Detail ist wirklich pures Gold. Weil der Zuschauer glaubt, dich ertappt zu haben, ist er am Ende zu 100 % davon überzeugt, dass die roten Karten auf dem Tisch liegen – nur in einer anderen Reihenfolge –, und der finale Punch sitzt richtig tief. Ohne dieses Detail könnten sie anzweifeln, was du sagst („Ich lege die hierhin und die andere dorthin“). Indem du dich bei diesem scheinbaren Fehlgriff „erwischen lässt“, zweifelt der Zuschauer nicht mehr daran, dass die roten Karten dort liegen, weil er denkt, der Trick fände an einer ganz anderen Stelle statt.
Beste Grüße!
@link22:
Vollste Zustimmung! Er konzentriert sich so sehr darauf, dass er dich erwischt hat, dass seine ganze Aufmerksamkeit völlig von dem abgelenkt wird, wo der eigentliche Trick passiert. Genial!
Nicht schlecht. Hier sind ein paar Ideen von mir:
Ich stimme den anderen bezüglich des Kamerawinkels zu: Das ist nicht optimal, besonders bei der Shuffle am Anfang, die sieht etwas unnatürlich aus. Wenn du den Trick einem Zuschauer vorführst, stehst du ja auch direkt vor ihm – also positioniere die Kamera so, dass sie das POV (Point of View) eines Zuschauers einnimmt.
Die Shuffle solltest du etwas länger ziehen: Bei nur 4 Karten, die du vorher schon „gepeeked“ hast, ist es leicht zu durchschauen, dass du die Karten nur ordnest und nicht wirklich mischst. Nachdem du den Stack hast, ziehe die Karten einzeln nacheinander ab – das Ganze zweimal, um die Reihenfolge beizubehalten. Wenn du das schnell und flüssig machst, kann dir niemand folgen und es wirkt wirklich so, als hättest du keine Ahnung, wo die Karten liegen.
Für die Präsentation wäre etwas Spannenderes gut als nur „Ich zeige dir jetzt einen Trick“. Wie wäre es zum Beispiel mit: „Diese Karten (je nachdem, ob rote oder schwarze) sind in mich verliebt und folgen mir überall hin...“ (während du den Intro-Patter machst, mischst du), und dann: „Schau mal, wenn ich hier unten mit der Hand vorbeigehe, kommt eine der Karten“, und „wenn ich hier oben drübergehe, kommt die andere“, „selbst wenn ich sie dort liegen lasse, kommen sie zu mir zurück“. Sowas in der Art – oder noch besser (ist mir gerade spontan eingefallen): Du erzählst, dass du gerade richtig Glück in der Liebe hast und die Frauen hinter dir her sind, selbst die Damen aus dem Kartenspiel verfolgen dich (statt 4 Könige zu nehmen, nimm 2 Damen der gleichen Farbe und zwei andere Karten), und führst den Trick dann als Illustration deiner Geschichte vor.
Na ja, das ist alles nur meine Meinung, nimm einfach, was für dich passt (und sorry für den langen Text).
Ich schließe mich da mario_garcia_diaz an. Ansonsten: Versuch am besten, dir das ständige „Okay“ abzugewöhnen und deiner Präsentation etwas mehr Farbe zu verleihen, statt nur zu kommentieren, was du gerade tust. Ich denke, das würde dem gesamten Kunststück viel mehr Leben einhauchen. Aber trotzdem – auch wenn der Winkel nicht optimal ist, sieht der Trick gut aus!
Glückwunsch, Juan Carlos.
Schöner Effekt, danke fürs Teilen.
Ich empfehle dir, dich von jemandem aus verschiedenen Winkeln filmen zu lassen, damit das Kunststück besser wirkt und man nicht sieht, was deine Hände mit den Karten machen.
Der Aufnahmewinkel ist unvorteilhaft, weil man sieht, dass du etwas mit den Karten in deinen Händen machst.
Such nach besseren Perspektiven, damit der Effekt so rüberkommt, wie ihn ein Zuschauer direkt vor dir sehen würde.
Glückwunsch, viel Erfolg und mach weiter so!!!
Ich würde gerne die Lösung für alle teilen, vielen Dank für die Tipps, tschüss.🤗